YUSUF ALIAS CAT STEVENS


Die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts sind undenkbar ohne seine Stimme, ohne seine Songs. „Morning Has Broken“, „Peace Train“, „Moonshadow“, „Oh Very Young“, „Wild World“ und „Father And Son“ waren damals ebenso hilfreich bei der ersten großen Romanze wie sinnstiftend für die erste kleine Rebellion. All diese und noch ein paar andere Stücke von Cat Stevens finden sich nun auf einem „Best Of“-Album, das diesen Namen wirklich mal verdient – pünktlich zur ersten Tournee des 62–jährigen Briten seit 35 Jahren, die ihn im Mai auch zu fünf Shows nach Deutschland führen wird.

Die Plakate für die Konzertreise spielen in Western-Manier („Wanted!“) geschickt mit der Sehnsucht nach dem Lebensgefühl seiner Generation und der Tatsache, dass aus diesem Cat Stevens längst ein anderer geworden ist. Zumindest in spiritueller Hinsicht. Als Yusuf tritt der Mann, der bürgerlich als Steven Demetre Georgiou geboren wurde, nach seiner Konvertierung zum Islam Ende 1977 vor sein Publikum. Beziehungsweise: Sehr lange trat der Sohn eines griechisch-zyprotischen Vaters und einer schwedischen Mutter aus dem Londoner Westend überhaupt nicht mehr. Vielmehr gab Yusuf seine Musik-Karriere vorübergehend komplett auf und spendete den größten Teil seines Einkommens und Vermögens für karitative Zwecke. 

Erst 2006 konnte er ein beeindruckendes Comeback feiern. Das Album „An Other Cup“ wurde allein in Deutschland mehr als 300.000 Mal verkauft und darob mit Gold und Platin bedacht. Drei Jahre später präsentierte Yusuf den Nachfolger „Roadsinger (To Warm You Through The Night“), der mit einem intimeren Akustik-Sound noch deutlicher an die große Zeit des Cat Stevens anknüpfen konnte. Der Titelsong, der jetzt auch für die aktuelle Compilation „ICON“ berücksichtigt wurde, klingt deshalb so selbstverständlich zwischen den alten Stücken, als wäre sein Sänger und Autor nie weg gewesen. In „Roadsinger“ erzählt Yusuf die Geschichte eines Ausgestoßenen, der in seine alte Heimatstadt zurückkehrt. „Das Thema einer Reise hat mich schon immer bewegt“, sagt er, und es scheint so, als habe sich auf seiner Reise ein Kreis geschlossen, nachdem er die Musik von Cat Stevens als wichtigen Teil seiner Existenz akzeptieren kann. „Ich halte das immer noch für einen Glücksfall“, erklärte Yusuf kürzlich in einem Süddeutsche Zeitung-Interview, „dass ich Teil dieses historischen Moments war, als die Jugend meiner Generation beschloss, dass die Welt, die wir wollten, nicht ohne Wandel möglich sein würde.“

Mit den oft introvertierten, doch immer lebensbejahenden Songs der am 06.05. erscheinenden CD „ICON“, einer Zusammenstellung seiner größten Hits, ist dieser Moment zeitlos geworden. Und der Mann, der sie geschrieben hat, verwandelt sich gerade ein bisschen zurück, um sie auch für die (über)nächste Generation singen zu können. 

Tourdaten:
10.05.11    Hamburg / O2 World
12.05.11   Oberhausen / König-Pilsener-Arena
14.05.11   Berlin / O2 World
17.05.11    München / Olympiahalle
29.05.11   Mannheim / SAP Arena


Kontakt:
Sabine Beyer
040 – 5149 1466
E-Mail



Zurück


 
 Sie benutzen den veralteten Internet Explorer 6. Bitte verwenden Sie Mozilla Firefox oder Internet Explorer 8