The Cars

The Cars veröffentlichen mit Move Like This zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder ein Album mit neuem Material und fügen damit ihrem ohnehin bemerkenswerten Katalog eine Reihe beeindruckender und dynamischer Songs hinzu. Die Band formt innovativen Art-Rock, glatten New Wave und knackigen Powerpop nach ihren eigenen speziellen Vorstellungen. Mit ihrem bahnbrechenden Sound sind sie weiterhin im Radio präsent und haben auch heute großen Einfluss auf andere Künstler. Sänger und Gitarrist Ric Ocasek hat sich als hervorragender Songwriter etabliert und schafft eine perfekte Einheit aus intensiven, vom Beat inspirierten Texten und radiotauglichen Melodien. So vergrößert er ständig seinen vielfach mit Platin ausgezeichneten Katalog, in dem sich so unbestrittene Meisterwerke wie das Debüt The Cars von 1978 und der Megaerfolg Heartbeat City von 1984 finden.

Move Like This zeigt, dass The Cars heute genauso progressiv und melodisch sind wie immer. Songs wie “Blue Tip” und “Free” sind erfrischend und fantasievoll und enthalten sämtliche bekannte Markenzeichen – von Ocaseks charakteristischem, sarkastischem Gesangsstil und Greg Hawkes’ wirbelnden Synths bis hin zu Elliot Eastons energiegeladenen Riffs und David Robinsons knackigen Popbeats. Move Like This klingt selbstsicher und originell, kraftvoll und dynamisch – wie eine wirklich große Rock ‘n’ Roll Band auf dem Höhepunkt ihrer Kraft.

Das Projekt begann im Herbst 2009. Ocasek hatte eine Reihe neuer Songs, die ersten seit der Veröffentlichung seiner Soloplatte Nexterday im Jahr 2005, und überlegte, was seine nächsten Schritte sein sollten. Als er die verschiedenen Möglichkeiten betrachtete – Sollte er sie alleine aufnehmen? Mit neuen Musikern? –, kam er zu dem Schluss, dass die drei Musiker, mit denen er die engste Beziehung gehabt hatte, seine beste Option waren.

“Ich dachte, es ist schon ziemlich lange her, dass ich mit den Jungs gespielt habe”, erzählt Ocasek. “Aber sie würden sicherlich den besten Job machen. Ihnen würde ich nicht alles erklären müssen. Sie würden sich nicht erst an meinen Schreibstil gewöhnen müssen. Sie waren damit schon vertraut. Ich sollte also einfach mal vorfühlen und sehen, was sie davon halten.“

Er kontaktierte Hawkes, Easton und Robinson und sie waren alle total begeistert von der Idee, wieder zusammen zu spielen. Im Oktober kamen The Cars für Proben im ländlichen Millbrook, New York, zusammen. Sie arbeiteten in den Millbrook Sound Studios und im Broken Beak Studio in Ocaseks Haus. In den ersten paar Tagen “fegten sie die Spinnweben weg”, wie Ocasek es ausdrückt. Danach nahmen die Songs schnell Formen an; so z. B. “Free”, “Blue Tip”, “Drag On Forever” und “Too Late”.

“Es hat sofort funktioniert”, sagt Ocasek. “Alle waren sofort voll drin, als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Nach zwei Tagen dachte ich: ‘Yeah, das wird super.’”

“Es war total angenehm”, erzählt Hawkes. “Alle fielen direkt wieder in ihre alten Muster und ihren Sinn für Humor zurück.“

Alle vier waren sich von Anfang an einig, dass Ben Orr, der im Jahr 2000 verstorbene Bassist und zweite Kopf der Band, nicht zu ersetzen war. Hawkes übernahm den Bass.

“Ich realisierte es am meisten, als klar wurde, dass wir die Platte als Quartett aufnehmen und ich wohl alle Songs selbst singen würde”, sagt Ocasek.

Ursprünglich wollten The Cars in Eigenregie aufnehmen und die Ergebnisse einfach online veröffentlichen. Aber während der Proben kam die Band so in Fahrt, dass sie beschlossen, einen externen Produzenten dazuzuholen, der sie einerseits als Gruppe unterstützen und außerdem einen neuen Blickwinkel hereinbringen würde.

“Wenn es nicht funktioniert hätte, dann konnten wir es auf den Produzenten schieben”, so Ocasek. “Aus meiner Arbeit als Produzent (Weezer, Bad Brains, Iggy Pop, No Doubt, Bad Religion, Guided By Voices, etc.) weiß ich, dass das sehr hilfreich ist.”

Ocasek wandte sich an Garret “Jacknife” Lee, dessen Arbeit mit Bands wie Weezer, The Hives und Snow Patrol er sehr bewunderte. Der Produzent war ein bekennender Cars Fan und total glücklich über diese Gelegenheit. So begab sich die Band für zwei Wochen nach Los Angeles zu Village Recorder. Ocasek beschreibt Lee als “phänomenalen” Partner, Arrangeur und Musiker. 

“Als Produzent kannst Du Dir mehr gar nicht wünschen”, sagt Lee über seine Zusammenarbeit mit der Band und mit Ocasek, den er selbst auch als Produzent einiger seiner Lieblingsplatten schätzt (Suicide, Weezer, Bad Brains). “Das war eine der besten Aufnahmesessions, die ich je hatte. Die Band – und auch das Album Move Like This – war so frisch und klar, wie es viele neue Bands vermissen lassen. Das ist wirklich etwas Besonderes.”

“The Cars hatten immer einen futuristischen Sound und das wollten wir beibehalten – tight, knackig und schnörkellos”, erklärt Lee.

“Er war einfach perfekt für diese Platte”, sagt Ocasek. “Er hatte fantastische Ideen und hatte technisch immer den totalen Durchblick. Den Namen ‘Jacknife’ trägt er zu Recht – er ist wahnsinnig schnell. Er wusste sofort, ob etwas funktionieren würde oder nicht.”

“In gewisser Weise war Garret wie ein Teil der Band”, fügt Hawkes hinzu. “Er ist ziemlich clever und voller guter Ideen und hat uns definitiv eine gute Richtung gegeben.“

Als Lee fünf Tracks fertig produziert hatte, gingen The Cars zurück nach Millbrook und produzierten den Rest des Albums selbst, mit der Unterstützung ihres langjährigen Engineers Stephen George. Manch andere Band hätte sich bestimmt damit begnügt, sich selbst zu kopieren, aber The Cars legten von Anfang an großen Wert darauf, ihrem zeitlosen Sound eine moderne Facette zu geben. Mit Move Like This gelingt es ihnen auf beeindruckende Weise, gleichzeitig vertraut und zeitgemäß zu klingen – vom beinahe arroganten “Too Late” und “It’s Only” bis zu dem glatten und melodischen “Soon” und “Take Another Look”.

“Wir wollten definitiv einen modernen Anstrich reinbringen”, erzählt Hawkes. “Das ist das Besondere an dieser Platte. Es war uns sehr wichtig, dass wir uns nicht einfach in Nostalgie verlieren. Das ist natürlich nicht leicht, denn unsere gesamte Bandgeschichte liegt in der Vergangenheit.“ 

Textlich ist das Album ebenfalls sehr aktuell. Songs wie “Sad Song” und “Blue Tip” entstanden aus Ocaseks Interesse am Einfluss, den die Medien auf das Denken der Menschen nehmen. Der Songwriter versteht dieses Album als eine wichtige Weiterentwicklung von seinem bisherigen Schaffen.

“Ich habe immer gesagt, dass man ständig denselben Song schreibt”, erklärt Ocasek. “Aber ich hatte das Gefühl, dass diese Songs anders waren als das, was ich normalerweise mache. Ich fand die Texte zeitgemäßer und ein bisschen poetischer.”

Mit seiner unbändigen Energie und der hörbaren, langjährigen, künstlerischen Erfahrung ist Move Like This eine perfekte Fortsetzung des Cars-Kontinuums. Ihr energiegeladener, kraftvoller Electro-Pop gehört schon lange zur Quintessenz des modernen Rock ‘n’ Roll.

“Ohne arrogant klingen zu wollen, finde ich schon, dass sich unsere Musik ganz gut gehalten hat”, äußert Hawkes sich über das Vermächtnis der Band. “Es überrascht mich jedes Mal und berührt mich, wenn andere Musiker sagen, dass sie von The Cars beeinflusst wurden. Dafür bin ich sehr dankbar.”

“Manchmal sagt einer: ‘Der Song von XY klingt wie The Cars’ und ich frage: ‘Ehrlich?’”, erzählt Ocasek. “Ich glaube, wenn irgendwo eine Gegenmelodie auf einem Keyboard gespielt wird und dazu noch ein spezieller Gesang und ein paar Achtelnoten kommen, dann klingt das für die Leute wie The Cars.“

Nachdem sie ursprünglich nur Move Like This hatten aufnehmen wollen, überlegen sich The Cars jetzt schon ihre nächsten Schritte. Man spricht über Liveauftritte, aber die Band hat wenig Interesse an einer Reunion-Tour, nur um abzukassieren. Was auch immer passiert, Ocasek ist sich sicher, das wir noch von The Cars hören werden.


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