GRACE JONES

“In relativ kurzer Zeit hat sich Ms. Grace Jones eine eigene Nische in der Disco-Welt geschnitzt und heute den Punkt erreicht, von dem aus sie ernsthaft als die neue Queen of the Dancefloors gilt.” Blues And Soul Magazine, September 1978

Man neigt dazu zu glauben, dass Grace Jones perfekt ausgeprägt auf ihrem 1980er-Album Warm Leatherette auf der musikalischen Bildfläche erschien und dass ihre drei hochtourigen Disco-Alben zwischen 1977 und 1979 nur ein kleine Zuckerstückchen waren. Aber machen Sie sich auf eine Überraschung gefasst: dies sind die Platten, mit denen sie sich zuerst einen Namen machte, als sie den Seiten der Vogue entstieg und schnurstracks ins Studio schritt und den Glanz und Pep New Yorks frisch von den Feierlichkeiten der amerikanischen Zweihundertjahrfeier transportierte; Platten voller Freude, Hoffnung und Freiheit; Homo, Hetero, schwarz, weiß, Arbeiter und Bonze vereint auf dem heiligen Feld des Weltstadt-Dance Floors.

Grace Jones war eine Schlüsselfigur der New Yorker Discoszene, indem sie regelmäßig bei Carmen D’Alessios 'Tausend und eine Nacht' im Enchanted Garden, draußen in Queens, sang, dem Vorläufer des Studio 54. Um ihre Bedeutung weiter zu betonen: es war ihre Party im Studio 54 an Silvesterabend 1977, zu der Bernard Edwards und Nile Rodgers von CHIC der Einlass verweigert wurde, so dass sie in die Nacht hinaus gelassen wurden und ‘Le Freak’ schrieben. “Grace Jones kam nackt”, erinnerte sich Chris Sullivan, ein Türsteher des Clubs, “Einige Male. Vermutlich häufiger, als sie es hätte tun sollen.”

Mit dem Vertrag bei Chris Blackwells Island Records, wurden die drei Alben Portfolio, Fame and Muse von niemand anderem als Tom Moulton produziert, dem ‘Father of the Disco Mix’, der sich seinen Titel dadurch verdiente, dass er als Erster eine komplette Albumseite als zusammenhängenden Mix erstellte, und zwar bei Gloria Gaynors 1974 veröffentlichtem Album Never Can Say Goodbye. Nach der Arbeit mit den Three Degrees, MFSB und Trammps, war er heißbegehrt, und mit Jones zu arbeiten, schien für ihn eine naheliegende Entscheidung zu sein.

Aufgenommen im Sigma Sound, Philadelphia – dem Hauptquartier von Philadelphia International Records, wo auch David Bowie Young Americans aufgezeichnet hatte – sind dies drei der Discoplatten typischsten Discosound aller Zeiten. Die Songauswahl und Jones' unverwechselbare Persönlichkeit verdeutlichen, dass sie alles andere als nur Konfekt sind. Es handelt sich auch um ein Fest der Studioteams, die in dieser Zeit so beliebt in New York und Philadelphia waren.

Portfolio ist ein perfektes Beispiel für ein Album, das ein Model der Ford- und Wilhelmina-Agenturen auf dem Höhepunkt des 70er Jahre-Glamours abliefern kann. Es beginnt mit drei Show-Melodien (‘Send In the Clowns’, ‘What I Did For Love’ and ‘Tomorrow’) und geht dann weiter mit einem der bekanntesten Coversongs von Grace Jones, Edith Piafs ‘La Vie En Rose.’

“Sehen Sie, diese ganze Diskosache ist sehr visuell und, wie Sie wissen, sind Theatralik und das äußere Gesamtbild extrem wichtig für mich” sagte sie 1978. Dies war verdeutlicht in den markanten Plattencovern ihrer frühen Alben, die Richard Bernstein, der Designer des Interview Magazines gestaltet hat: atemberaubende Grafik würde den Rest ihrer Karriere symbolisieren.

Zur Zeit des 1978er-Albums Fame, wurde ihr Sound sogar noch weitausholender, einschließlich ihrem sagenhaften Club Hit, ‘Do Or Die’. Das letzte Album in dieser Sammlung, Muse, ist eine faszinierende Platte und zeigt eine mögliche Richtung, die Grace Jones hätte einschlagen können, hätte sie nicht den Flug zum Compass Point-Studio genommen. Es ist ein eher abgespeckter Disco-Sound; arrangiert von Thor Baldursson, der auf ‘I Feel Love’ mitspielte, während er gerade mit Giorgio Moroder arbeitete. Das Album enthält eine Reihe von Songs,‘Sinning’ – ‘Suffer – ‘Repentance’ – ‘Saved’, die auf etwas tieferes, reiferes deuten. Es wurde im September 1979 veröffentlicht, zwei Monate nach dem sagenhaften Disco Demolition Derby im Comiskey Park, Chicago. Da Disco nun vorbei war, war es an der Zeit, weiterzuziehen …

“The Disco Years” ist eine betörende Zeitkapsel. Aufregend, dynamisch, aufgedonnert, protzig, ist es das A und O dieser frühen Bütezeit von Grace Jones. Es ist ein Blick zurück in eine andere Zeit, eine, die viel weiter entfernt zu sein scheint, als die sich ständig weiterentwickelnde Moderne ihrer Compass Point-Trilogie. Das ist die Musik, die Jones etabliert hat; schimmernd theatralisch, aufgemotzte Partystücke mit bombastischen Obertönen. Dies ist eine schöne, neu-gemasterte Sammlung, die die drei Alben mit den damaligen Mixen und Instrumentalversionen vereint.

Ausstattung:

- 3CD, 4LP, Digital

- Einige rare und unveröffentlichte Tracks und Versionen

- Ausführliches 32-S.-Booklet

- Brandneue Erläuterungen

- erstmalig remastered von den Originalmastern

- LPs auf 180g heavyweight Vinyl

KÜNSTLER: GRACE JONES

TITEL: The Disco Years

Erhältliche Formate:

1) physisch

- 3CD-Box 0600753546482

- 4LP-Vinylbox 0600753546499

- Blu-ray Audio 0600753549049

2) digital (3-CD-äquivalent)

- Standard 0600753546505

- Mastered For iTunes 0600753548752

- 24/96 HD Download 0600753548998

VÖ: 1.5.2014


Kontakt:
Stefan Michel
040 – 5149 1467
E-Mail



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