BENNE

BENNE „Nie mehr wie immer“ - VÖ: 27.03.2015
In Zeiten, in denen man sein Essen postet bevor man es isst und Konzerte filmt anstatt sie zu genießen, sind aufmerksame Beobachter rar. Einfach mal im Hier und Jetzt zu sein, scheint aus der Mode geraten zu sein. Sich mit etwas tiefgreifend zu beschäftigen, etwas wirklich bewusst zu erleben, wird einem heute nicht mehr so leicht gemacht – weil es so leicht ist, sich davon ablenken zu lassen.

BENNE ist Mitte zwanzig. Ein junger Kerl mit wachem Blick. Sitzt man ihm gegenüber, merkt man, er ist da. BENNEs Telefon steckt irgendwo in seinem Parka, den er über den Stuhl geworfen hat - lautlos. Er hört aufmerksam zu, hinterfragt, erzählt. Mal sehr ruhig, manchmal platzt es aber auch einfach aus ihm heraus. Dann erzählt er, sehr bildhaft, von seinen Reisen durch Südamerika, von seiner Arbeit in einem Waisenhaus in Buenos Aires, seiner Zeit in Dublin, den Trips durch Europa, der alten WG in Mannheim oder von seinem Heimatdorf nahe Heilbronn. Geschichten eines jungen Mannes, der mit offenen Augen durchs Leben geht. Den Moment erlebt. Ohne Frage spiegelt sich dieser Blick auf die Welt auch in BENNEs Musik wider.

Auf seinem Debütalbum “Nie mehr wie immer” erzählt BENNE seine Geschichten. In 13 Songs stellt er Fragen, sucht nach Antworten, schaut zurück und blickt nach vorn. Ein Erstlingswerk zwischen wohlig-warmer Singer-Songwriter-Schwermut und Mut zum Pop, das überaus reif wirkt und BENNE sowohl als feinfühligen deutschen Texter, als auch als versierten Komponisten und Musiker zeigt. Zusammen mit Produzent Sebastian Kirchner (Adel Tawil, Ich & Ich) hat er in Berlin über zwei Jahre an dem Album gearbeitet, hat gefeilt und geschliffen.
„In meinen Songs steht das, was ich erzählen will, im Vordergrund. Das, was mich berührt. Die Musik macht es dann erst fühlbar.“ Eine Herangehensweise, die zu BENNE passt. „Aufgewachsen bin ich mit Musik von den Beatles, Pink Floyd und Bob Dylan. Das lief zuhause rauf und runter. Auch wenn ich als Kind natürlich nicht verstanden habe, wovon die Songs handeln, hab’ ich gespürt: Die meinen es ernst und haben etwas zu sagen. Vielleicht hat mich das geprägt.“ Ein Achselzucken. Ein Lächeln.

Und aktuell? „Damien Rice. Ben Howard finde ich total gut. Seine Texte, seine offenen Tunings und was er damit macht, die Atmosphäre die er mit seiner Musik erschafft. An sich kann ich sehr unterschiedlicher Musik etwas abgewinnen. Egal ob es ehrliche Rock-Sachen sind, guter Hip Hop oder Klassik.“ Und, als ahne er, welche Frage folgt: „Deutschsprachige Künstler? Ich höre tatsächlich selten deutsche Musik, aber trotzdem sehr, sehr gerne. Es gibt aber leider wenige Sachen, die mich da wirklich abholen. Zu den Künstlern, die es tun, gehören auf jeden Fall Herbert Grönemeyer, Maxim oder Clueso."

Vielleicht ist es gerade diese Unbefangenheit im Umgang mit deutschen Texten, die BENNE so natürlich mit seiner Muttersprache umgehen lässt. Seine Songs arbeiten mit starken Bildern, sind aber nicht unnötig abstrakt. Sie sind verständlich, kratzen aber nicht bloß an der Oberfläche, sondern sind von Aufmerksamkeit und Präsenz geprägt.
„Der kleine Augenblick, bevor man lacht“ aus „Bis sie bricht“. Den erleben wir ständig. Aber schon mal bewusst darüber nachgedacht?
“Lass mich los” beschreibt, getragen von einem mächtigen Flügel, mit unverblümter Direktheit und klaren Worten die Selbstaufgabe in einer Beziehung und den Moment, in dem man diese erkennt. Sperrige Wortkombinationen wie „passiver Baustein“ klingen auf einmal federleicht und werden spielend „verbaut“.

Sehr bildhaft erzählt er in „Schmetterling“ vom Wunsch, die Schönheit eines Moments einzufangen und für immer fest zu halten. Ein schwieriges Unterfangen – und so ist der Song wohl eher als eine Aufforderung zu verstehen, eben diese schönen Augenblicke zu genießen.
Auch “Nirgendwohin” ist eine Liebeserklärung an das Hier und Jetzt und eine Erinnerung daran, dass das, was man hat, manchmal schöner ist als alles, was da draußen wartet. Höher, schneller, weiter? „Warum soll es nicht auch mal genau hier und genau jetzt einfach vollkommen gut sein?“
Recht hat er. Das Bier ist kühl, die Käsestulle knusprig und der Kerl gegenüber schon ziemlich lässig.
BENNEs Album „Nie mehr wie immer“ erscheint am 27.03.2015 via ferryhouse productions. Die Single „Nirgendwohin“ ist bereits ab dem 06.02.2015 erhältlich.

Tourdates:
29.04. Hamburg, Kleiner Donner
30.04. Berlin, Privatclub
01.05. Köln, Blue Shell
02.05. Stuttgart, Das Cann
05.05. München, Milla
06.05. Dresden, Tonne
07.05. Hannover, Lux

www.BENNEmusik.de
www.facebook.com/BENNE.musik

 


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