BENMONT TENCH

Auch einer dieser Namen, bei denen manch junger Mitbürger erstmal denkt, hmm, habe ich doch schon mal gehört. Aber wieso jetzt Blue Note? Ich höre doch gar keinen Jazz. Etwa was aus Papas Plattensammlung? Das könnte durchaus sein, wenngleich der Mann dort kaum unter ’T’ wie ’Tench’ zu finden sein dürfte. Eher schon unter ’P’ wie ’Tom Petty & The Heartbreakers’, wo er seit 38 Jahren für die genialischen Eskapaden an den schwarzweißen Tasten verantwortlich zeichnet. Und für eine Bandchemie, die bestenfalls noch mit Neil Youngs Crazy Horse, AC/DC oder – mit etlichen Einschränkungen – den Red Hot Chili Peppers vergleichbar ist.

Jetzt endlich und eigentlich unfassbar spät hat Tench sein erstes eigenes Album aufgenommen und enthält sich mit diesem erwartungsgemäß jeden Mittelmaßes. Irgendwie plante er schon ziemlich lange an diesem Schritt herum, doch erst, als Produzent Glyn Johns ihn ermutigte, mit den Aufnahmen doch, bitte schön, auch echt mal anzufangen, war der entscheidende Schritt getan. „Glyn ist einer der größten Produzenten und Toningenieure im Rock’n’Roll“, sagt Tench, „und, zur Hölle, er ist immer präsent und erträgt einfach kein Mittelmaß“. Mit ihm an seiner Seite empfand Tench es dann auch eher als Ehre denn als Bürde, eine knappe Fußballmannschaft guter Freunde, alter Weggefährten und großer Stars im Studio zu begrüßen.

Genau der richtige Moment, mal ein wenig Namedropping zu betreiben, auch wenn Tench das ja gar nicht nötig hätte: Auf der Gästeliste standen (eine Auswahl): Don Was, Ryan Adams, Blake Mills, Joel Jerome, Gillian Welch & David Rawlings, Ringo Starr, Jeremy Stacey und – klar – Tom Petty. Und trotzdem klingt das Album des 60-Jährigen stets nach seinem eigenen und niemals nach einer Einladungsparty, bei der einfach niemand nein sagen konnte und sich trotzdem gern mühelos wieder gefunden hätte. Bei einem Musiker, der zuvor schon von Johnny Cash, Bob Dylan, den Rolling Stones, Elvis Costello, den Jayhawks, Fiona Apple oder John Prine für Studiosessions gebucht worden war. Über den Starproduzent Don Was wie im Vorübergehen sagt, er sei der wahrscheinlich „geheimnisvollste, mystischste und leidenschaftlichste Musiker,den ich kenne. Er spielt niemals eine Note zwei Mal, und jene Noten, die er spielt, sind immer perfekt und voller Seele. Jeder Musiker, den ich kenne, hegt kaum einen größeren Wunsch, als wenigstens ein Mal mit Benmont zu spielen.“ Das ist durchaus leicht zu verstehen für jeden, der Tenchs tatsächlich erstes Solo-Album zum ersten und garantiert nicht letzten Mal hört. Zumal sich der Keyboarder hier keineswegs im Retro-Erlebnispark, sondern auf dem Weg in eine wundervolle Zukunft bewegt.

Songs: 1. Today I Took Your Picture, 2. Veronica Said, 3. Ecor Rouge, 4. Hannah, 5. Blonde Girl, Blue Dress, 6. You Should Be So Lucky, 7. Corrina, Corrina, 8. Dogwood, 9. Like The Sun, 10. Woobles, 11. Why Don´t You Quit Leavin Me Alone, 12. Duquesne Whistle

 

Benmont Tench – You Should Be So Lucky

Universal/Blue Note

1 CD 0602537652167

VÖ: 7.3.2014

2 Disc Vinyl Album 12" 33 rpm (with 2 bonus tracks) 00602537652150

VÖ: 14.4.2014


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